Brandberichte der Feuerwehr Tarrenz vom Jahre 1876 – 1976

1876

Brand Gannerhaus im Jänner des Jahres 1876, diese Feuersbrunst wurde von einigen bereitwilligen Helfern bekämpft. Zu diesem Zeitpunkt gab es in unserem Ort noch keine Feuerwehr. Dieser Brand trug hauptsächlich dazu bei, dass im selben Jahre noch die Freiwillige Feuerwehr Tarrenz gegründet wurde.

1891

Die Freiwillige Feuerwehr Tarrenz wurde in diesem Jahre wegen aufgetretenen Unstimmigkeiten aufgelöst und von der Gemeinde eine Pflichtfeuerwehr eingesetzt.

1892

Ein Brandausbruch beim Hause Nr. 57 Mesmerhaus am 22. April wurde von der damals eingesetzten Pflichtfeuerwehr erfolgreich gelöscht. Der Kommandant der Pflichtfeuerwehr war der damalige Schloßherr von Starkenberg, Herr Hermann Gassner, der sich bei diesem Brande hervorragend bestätigte. Noch im selben Jahr wurde wiederum eine Freiwillige Feuerwehr aufgestellt.

1893

Am 3. Juni wurde die Feuerwehr Tarrenz zu einem Großbrand nach Nassereith gerufen. Bei diesem Brand erhielt die Tarrenzer Wehr die größte Feuertaufe seit ihrem Bestehen. Es galt die Pfarrkriche mit Turm von den umliegenden brennenden Häusern zu retten. Als die Schindeln der Kirche sowie Turm bereits zu brennen begannen, stiegen vier Steiger auf den Turm und bespritzten stundenlang die gefährdeten Dachstuhlteile. Die Hitze auf dem Turm war so groß, dass die Männer sich gegenseitig mit Wasser bespritzen mussten, um Abkühlung zu erlangen.
Durch diese Glanzleistung konnte Pfarrkirche und Turm gerettet werden, Rings um die Kirche brannten 43 Häuser und Städel vollständig nieder. Die Feuerwehr Tarrenz sowie die vier wackeren Steiger erhielten für diese Leistung von Sr. Majestät des Kaisers einen namhaften Geldbetrag.

1895

Am 16. September Feueralarm in Obtarrenz Haus Nr. 19, dieser Brand wurde gemeinsam mit der Feuerwehr Imst bekämpft. Die Einrichtungsgegenstände wurden geborgen, das Gebäude konnte nicht mehr gerettet werden.

1897

Brand des Markenhäusl der Frau Theres Mark am 26. Juli in Tarrenz unterhalb Rauchberger. Durch Flugfeuer waren die umliegenden Gebäude erfaßt und der Feuerwehr kostete es große Mühe, die Nachbargebäude zu retten.

1914 – 1918

Brand in der Pecherei Schloß Starkenberg und Kirchezipfelehaus Tarrenz, Schulgasse. Die Feuerwehr Tarrenz bestand während der Kriegszeit zum Großteil aus Frauen und Mädchen sowie einigen alten Männern, welche tapfer diese beiden Brände löschten.

1920

Im Monat Juni brach infolge Blitzschlag beim alten Wegmacherhaus im Kappenzipfl ein Brand aus. Durch das rasche Eingreifen der Feuerwehr fiel nur der Dachstuhl dem Feuer zum Opfer.

1922

Brandausbruch beim Stadel des Rupert Lechleitner am 10. November. Man musste fast annehmen, dass infolge ungünstiger Lage des Brandherdes das Objekt verloren sei. Der Bravour der eingreifenden Wehr war es zu verdanken, dass das Feuer im Stadel erstickt werden konnte und von außen kaum etwas vom Brandgeschehen sichtbar war.

1926

Am 28. Februar nachts brannte der Feldstadel des Albert Kohler nieder. Der damalige Kommandant unterließ es, die Feuerwehr zu alarmieren, da eine Rettung kaum mehr möglich schien. Diese Handlungsweise des Kommandant hatte in der Gemeinde sehr viel Staub aufgewirbelt.

1927

Großfeuer am Florianitag, den 4. Mai nachts beim Wirtschaftsgebäude des Franz Wolf in der Trujegasse. Das Feuer wurde erst bemerkt, als der Stadel schon lichterloh brannte. Erschreckend bei der Löschaktion war, dass der Hauptschuber für diesen Ortsteil falsch eingestellt und die Hydranten kein Wasser liefern konnten. Nach Behebung dieses Fehlers konnte die Feuerwehr den Brand in Kürze lokalisieren.

1929

Brand in Tarrenz am 21. August beim sogenannten Poststadel. Besitzer dieses Stadels war Ludwig Lanbach. Einwandfrei lag in diesem FalleBrandstiftung vor, da eine Zündschnur gefunden werden konnte. Es fielen die Objekte des Jakob Zoller, Kiechl Wilhelm die zum Großteil aus Holz erbaut waren dem Feuer zum Opfer.

1931

Brand in Obtarrenz, am 4. Mai um Mitternacht, im Stadelgebäude des Bauern Alois Tiefenbrunner. Das Feuer griff auch auf die angebauten Wohnteile des Alois Tiefenbrunner (Medeler), Alois Tiefenbrunner (Engeler), Raimund Greuter (Tschobl) über und äscherte den gesamten Gebäudekomplex, von den Dorfbewohnern „Höll“ genannt, bis auf die Grundmauern ein, wodurch 19 Personen obdachlos geworden sind. Bei diesem Großbrand war gottlob kein Menschenleben zu beklagen.

1933

Am 4. Juli um 11 Uhr nachts brach im Wirtschaftsgebäude gegenüber dem Bargerwirtein Großbrand aus. Der zehn Parteien gehörende Stadel war ein einziges Flammenmeer und brannte bis auf die Grundmauern vollständig nieder.  Mit Hilfe der Feuerwehren aus Imst und Landeckkonnten die umliegenden Häuser gerettet werden.

1934

Brand in Tarrenz am 10. Februar beim Wirtschaftsgebäude des Franz Krismer im Kappenzipfl. Durch Einsatz der Motorspritze und drei Hydranten konnte der Brand in einer Stunde gelöscht werden. Die Feuerwehr Imst brauchte nicht mehr eingreifen.

1936

Durch einen elektrischen Leitungsfehler brach am 23. Februar um 18 Uhr beim Wirtschaftsgebäude des Johann Huber im Kappenzipfl ein Brand aus. Unsere Feuerwehrwar rasch am Brandplatz und konnte nach 1,5 Stunden das Feuer löschen. Dem Feuer fiel der Dachstuhl des Wohn- und Wirtschaftsgebäude zum Opfer.

1945

Anfangs März brach im Anwesen des Franz Waibl (Peilele) in Obtarrenz, infolge eines elektrischen Leitungsschadens ein Brand aus, der sich auf das gesamte Holzgebäude ausdehnte. Heftige Neuschneefälle machten es der damals knapp vor Kriegsende noch bestehenden Feuerwehr unmölgich, rasch zum Brandplatz zu gelangen. Durch Neuschnee, der kniehoch lag, mussten sich die Wehrmänner zu Fuß den Anmarschweg zur Brandstelle erkämpfen.

Im Monat Mai tobte im Tschirgantgebiet ein riesiger Waldbrand, der sich vom Biger bis zum Österweg rasch ausdehnte. Tagelang brannte der Wald lichterloh und große Kahlstellen werden noch Jahrhunderte Zeugnis von diesem Großbrand geben. Jede Löschaktion blieb erfolglos, erst starke Regenfälle konnten disen Waldbrand löschen.

1948

Brach im Gemeindewald Siebet ein Brand aus. Dieser Waldbrand wurde von der französischen Besatzungsmacht durch Artilleriebeschussverursacht. Vier Tage und vier Nächte mussten Brandwachen gestellt und das Feuer bekämpft werden.

1949

Waldbrand am 29. März im Billet unterhalb Obtarrenz. Die Feuerwehr ist mit 36 Mann zu diesem Brand ausgerückt und konnte die Löscharbeiten mit Erfolg durchführen.

1950

Am 8. Juni wurde durch Blitzschlag der Feldstadel des Müller Franz Waibl samt Inhalt zerstört. Zur selben Zeit schlug der Blitz in den Feldstadel des Rudolf Juen, der ebenfalls vollständig niederbrannte. Die Feuerwehr war wohl am Brandplatz, konnte aber beide Objekte nicht retten.

1951

Großbrand beim Doppelwohnhaus Tangl-Fringer in der Schulgasse am 29. November. Das Gebäude fiel dem Feuer zum Opfer und die Feuerwehr hatte alle Hände voll zu tun, um die Nachbargebäude zu schützen.

1954

Brannte am 11. April um 11 Uhr nachts das Wirtschaftsgebäude des Rudolf Riedl in Strad Seehaus lichterloh. Die Feuerwehr rückte mit 45 Mann zum brandplatz aus und konnte ein Übergreifen auf das Wohnhaus verhindern. Das Stadelgebäude fiel den Flammen zum Opfer.

1955

Am 8. April Karfreitag, brach in der Nacht beim Anwesen der Frau Johanna Egger ein Brand aus. Das Wohnhaus und der Stadel brannten bis auf das Erdgeschoß nieder. Das Nachbarhaus Waibl stand in größter Gefahr, es konnte ein Übergreifen des Feuers  mit äußerster Tatkraft verhindert werden.

1956

Am Weihnachtstag, den 25. Dezember entstand im Beichtstuhl der Pfarrkirche Tarrenz, verursacht durch einen Heizkörper, ein Brand. Die neu renovierte Kirche wurde durch die starke Rauchentwicklung sehr in Mitleidenschaft gezogen.

1957

Waldbrand am Dirstentritt am 7. Juni, dieser Brand wurde von Oberförster Staggl gemeldet. Eine Gruppe von 15 Mann stieg zu diesem Gebiet auf, um den Waldbrand zu löschen.

Am 25. Juni Brand im Hollergrund beim Stadel des Otto Wolf. Die Feuerwehr musste sich mit den  Löscharbeiten auf das Wohnhaus und Nachbargebäude konzentrieren. Der gesamte Dachstuhl des Wohnteils Otto Wolf fiel dem Feuer zum Opfer. Der Stadel wurde vollständig eingeäschert.

1962

Rasenbrand im Gebiet Dollinger im Monat Mai, der von der Feuerwehr in kurzer Zeit gelöscht werden konnte.

Am 26. Juni brach im Doppelwohnhaus des damaligen Feuerwehrkommandanten Franz Tangl und Mitbesitzer Otto Baumann ein Brand aus. Das Wirtschaftsgebäude wurde zur Gänze eingeäschert, das Wohngebäude konnte zum Großteil gerettet werden.

1967

Großbrand in der Tischlerei Waibl am 30. November. Das Feuer griff rasch um sich und zerstörte die Werkshalle mit Lagerräume. In Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Imst konnte der Großbrand lokalisiert und später gelöscht werden.

1969

Am 7. April und 10. April musste die Feuerwehr zur Bekämpfung eines Schilfbrandes im Gebiet Dollinger ausrücken.

Um 3 Uhr früh brach am 21. September im Holzschuppen des Hermann Guem ein Brand aus. Das Feuer wurde sofort bemerkt und der Brand konnte in kurzer Zeit gelöscht werden. Durch diese rasche Löschaktion konnte jede Gefahr für die Nachbargebäude gebannt werden.

1971

Durch Blitzschlag war im Waldgebiet des Roten-Ochsen am 13. Juni ein Waldbrand ausgebrochen. Die Feuerwehr war mit 30 Mann im Einsatz und konnte den Brand löschen.

1972

Am 21. März entstand in der Bauhütte des Otto Kuen in Obtarrenz ein Brand. Die Feuerwehr bekämpfte mit 2 Spritzen das Feuer.

Am 31. Dezember Silvestertag um 15:30 Uhr brach im Wirtschaftsgebäude des Karl Baumann im Kappenzipfl ein Feuer aus. Die Brandursache war Brandlegung von einem Jugendlichen. Das Stadelgebäude wurde ein Raub der Flammen, im Wohnhaus entstand beträchtlicher Sachschaden.

1973

Aus unbekannter Ursache war im Walchenbach am 6. Februar abends ein PKW neben dem Gebäude Santer in Brand geraten. Es bestand die große Gefahr einer Tankexplosion. Der Brand konnte erfolgreich gelöscht und das Fahrzeug entfernt werden.

Waldbrand am 26. Mai im sogenannten Andelsberg. Es brannten ca. 7000m2 Waldfläche. Dieser Brand wurde gemeinsam mit der Feuerwehr Imst und Nassereith bekämpft. Es wurden ca. 2 km Schlauchleitung verlegt.

1974

Rasenbrand im Putzen beim Baugrund des Norbert Huber am 1. März. Es brannten ca. 3000m2 Rasenfläche. Der Brand wurde mit 10 Mann gelöscht, das Ritschewaldele konnte gerettet werden.

Am 18. November um 21 Uhr stand der Stadel des Ludwig Erler in hellen Flammen. Trotz raschen  Eingreifens der Feuerwehr konnte der Stadel nicht mehr gerettet werden, ein Übergreifen auf das nahe liegende Wochenendhaus wurde verhindert.

1976

Waldbrand am 23. März um 15 Uhr beim sogenannten Schloßwald. Als Brandursache wird ein brennender Zigarettenstummel, der von einem Auto geworfen wurde, angenommen. Das Feuer verbreitete sich unheimlich schnell. Glücklicherweise kamen zwei Tankzüge aus Imst zu Hilfe. Die Feuerwehr Tarrenz war mit 20 Mann im Einsatz.

Am 30. Juni um 21 Uhr brach im Lagerraum des Kaufhauses Kadi Feuer aus. Durch sofortige Alarmierung und raschen Einsatz der Feuerwehr konnte der Brand gelöscht werden, bevor er größere Ausmaße annahm. Die Feuerwehr war mit ca. 50 Mann am Brandplatz. Im Lagerraum entstand erheblicher Sachschaden.

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